Participation in international exhibition with installation “BGHG – Black Gold to Human Gold”. Germany, Kunststation Kleinsassen

Participation in international exhibition with installation “BGHG – Black Gold to Human Gold”. Germany, Kunststation Kleinsassen  e.V.   An der Milseburg 2, 36145 Hofbieber

04.06. – 27.08.2017Granatapfel und FeuerbergAserbaidschanische Kunst der Gegenwart zwischen Phantasie und Weltenblick

Aserbaidschan ist uns zumeist aus den bitteren Konflikten im Kaukasusgebiet bekannt. Weniger bekannt ist, dass es Aserbaidschan eigentlich zweimal gibt: einmal als Republik Aserbaidschan (eine Republik der ehemaligen Sowjetunion und seit 1991 unabhängig) und einmal als Region im Nordwesten Irans. Beide grenzen aneinander, beide liegen am Kaspischen Meer. Sowohl in der Republik als auch in der Region Irans wird Azeri gesprochen, die Menschen teilen dieselbe Kultur, zu der eine lange Tradition hoher Teppichkunst, märchenhafte Literatur und eine eigene Musik gehören.

Doch unter den Aserbaidschanern gibt es auch hervorragende bildende Künstler der Gegenwart. Sie haben meist in ihren Heimatländern studiert, leben und arbeiten dort. Einige sind international tätig und haben jetzt auch ihren Wohnort und ihre Ateliers zum Beispiel in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien. Ihre Malereien, Skulpturen und Installationen sind eine echte Entdeckung im diesjährigen Sommerprogramm der Kunststation Kleinsassen. Erzählfreude, glühende Farbigkeit und Schönlinigkeit des Ornamentes verbindet sie auf der Basis der gemeinsamen Tradition aserbaidschanischer Kunst und Kultur. Dass die Kultur im Norden durch die Sowjetzeit, die im Süden vom Persischen geprägt ist, macht sich aber auch in den Werken bemerkbar. Natürlich setzen sich die Künstler mit der internationalen Kunst der Moderne und der Gegenwart auseinander, manche suchen in eindringlichen Werken die gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung, reagieren auf die Konflikte der Region und weltweit und halten auch mit herzlicher Selbstironie ihren Landsleuten und ihren Aufenthaltsländern den Spiegel vor. Im übertragenen Sinn überbrückt der aserbaidschanische Teppich eine Grenze, hat seine Enden in zwei Staaten und Eckpunkte in Europa, zeigt eine traditionelle und eine gegenwartskritische Seite und bietet tausend Verknüpfungen.

Die Ausstellung aserbaidschanischer Kunst in der Kunststation wäre nicht realisierbar ohne die Kooperation mit der Galerie Berlin Baku mit ihren Standorten in beiden Hauptstädten. Sie bietet seit einigen Jahren aserbaidschanischen Künstlern Ausstellungsmöglichkeiten und realisiert Kunstbegegnungen mit Künstlern anderer Länder. Zudem unterstützt sie einen Austausch von Kunststudenten und Künstlern aus Berlin und Baku.

Freuen wir uns in Kleinsassen auf die facettenreiche Begegnung mit hoher Kunst und herausragenden Künstlern und der aserbaidschanischen Kultur, eingeschlossen ein umfangreiches Begleitprogramm mit märchenhaften Lesungen, Mugam-Konzerten und kulinarischen Genüssen.

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